Grohe

Trotz starker Sicherheitssysteme blieben menschliche Fehler eine Hauptursache für Vor- und Unfälle am Produktionsstandort von GROHE in Hemer. Nach der Implementierung von SafeStart und der damit eingehenden Verbesserung sicherer Verhaltensweisen rund um die vier Zustände erreichte, das Werk innerhalb von drei Jahren die niedrigste Unfallzahl seiner Geschichte.

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Aufbau einer sicherheitsbewussten Kultur: SafeStart Implementierung bei GROHE in Hemer

Über GROHE:

GROHE ist eine weltweit führende Marke für komplette Badlösungen und Küchenarmaturen. Seit 2014 ist GROHE Teil des starken Markenportfolios von LIXIL, einem Hersteller wegweisender Wasser- und Haushaltsprodukte. LIXIL stützt sich auf sein japanisches Erbe und entwickelt weltweit führende Technologien und Innovationen, um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen, die das Zuhause verändern. Dies geschieht durch sinnvolles Design, Unternehmergeist, Engagement für die Verbesserung der Barrierefreiheit für alle und verantwortungsbewusstes Unternehmenswachstum. Der Ansatz von LIXIL wird durch branchenführende Marken wie GROHE, INAX, American Standard und Tostem zum Leben erweckt. Ungefähr 53.000 Kollegen sind in mehr als 150 Ländern tätig.

Überblick

Obwohl sich das Unternehmen stark für die Sicherheit am Arbeitsplatz und für die Umsetzung fortschrittlicher technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen einsetzt, sah es sich an seinem Produktionsstandort Hemer mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert. Dies deutete darauf hin, dass eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Faktor Mensch, der die Sicherheit beeinflusst, notwendig war.

Wie in vielen Industrieanlagen verzeichnete der Standort trotz robuster Sicherheitsvorschriften nur eine begrenzte Verbesserung der Arbeitsunfälle. Menschliches Versagen, eingeschränkte Risikowahrnehmung und mangelndes Situationsbewusstsein trugen maßgeblich dazu bei.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wandte sich das Standortmanagement an SafeStart, einen proaktiven, menschenorientierten Sicherheitsansatz, der sich auf die Förderung sichererer Verhaltensweisen konzentriert. SafeStart hilft Mitarbeitern dabei, Zustände wie Hektik, Frustration, Müdigkeit und Selbstüberschätzung zu erkennen und zu bewältigen. So können Mitarbeiter kritische Fehler reduzieren und die Sicherheitskultur nachhaltig verbessern.

Implementierung von SafeStart – ein schrittweiser Prozess

Die lokale Implementierung von SafeStart in Hemer begann mit einer sorgfältigen Planung und der Einrichtung eines Lenkungsausschusses, der den Rollout leitete. Zu den wichtigsten Schritten gehörten:

  • Schulungsmanagement und Mitarbeiter an vorderster Front:
    In den ersten Schulungen wurden die SafeStart-Prinzipien dem Management und den Teams an vorderster Front vorgestellt, um sicherzustellen, dass sie im gesamten Unternehmen verstanden und unterstützt werden.
  • Integration in den täglichen Betrieb:
    Die SafeStart-Prinzipien wurden sowohl thematisch als auch visuell in die täglichen Abläufe integriert.
  • Workshops und Festigungsaktivitäten:
    Spezielle Workshops für Schichtleiter sowie der Einsatz von RYS-Gesprächen (Rate Your State) sorgten für eine kontinuierliche Festigung der SafeStart-Konzepte. Dieser strukturierte Ansatz trug dazu bei, einen nachhaltigen Rahmen für die Einbettung der SafeStart-Prinzipien in die Unternehmenskultur zu schaffen.

Ergebnisse: Messbare Verbesserungen und Meilensteine

Die Auswirkungen von SafeStart wurden im Laufe der Zeit deutlich. Zu den wichtigsten Errungenschaften gehören:

  • Rekordbrechende Sicherheitskennzahlen:
    Nach dreijähriger Implementierung verzeichnete Hemer die niedrigste Anzahl von Unfällen in der Geschichte des Werks.
  • Weniger Zwischenfälle und Verletzungen:
    Es wurde ein signifikanter Rückgang der arbeitsbedingten Unfälle, Beinaheunfälle und Verletzungen beobachtet.

Das Unternehmen hat jedoch Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung identifiziert, insbesondere in Bezug auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter zur Risikoeinschätzung und bewussten Entscheidungsfindung.

Nach dreijähriger Implementierung verzeichnete Hemer die niedrigste Anzahl von Unfällen in der Geschichte des Werks.

Auswirkungen auf Sicherheitskultur und -verhalten

SafeStart hat die Sicherheitskultur der Anlage grundlegend verändert. Zu den wichtigsten Highlights gehören:

  • Weit verbreitete Akzeptanz:
    Die Mitarbeiter wenden die SafeStart-Konzepte sowohl im Privat- als auch im Berufsleben an.
  • Verstärkter Fokus auf Sicherheit:
    Sicherheit wurde zur obersten Priorität, unterstützt durch zusätzliche Sicherheitskampagnen, Initiativen und Wettbewerbe auf Basis der SafeStart-Prinzipien.

Diese Initiativen haben das Bewusstsein und das Engagement gestärkt und eine Kultur gefördert, in der Sicherheit in der Verantwortung aller liegt.

Gewonnene Erkenntnisse und der Weg in die Zukunft

Die Erfahrung von GROHE mit SafeStart unterstreicht mehrere wertvolle Erkenntnisse für Unternehmen, die das Programm in Betracht ziehen:

  • Das Engagement der Führung ist entscheidend:
    Aktives Engagement und Unterstützung auf allen Organisationsebenen sind für den Erfolg unerlässlich.
  • Integration fördert Nachhaltigkeit:
    Die Einbettung von SafeStart in die täglichen Prozesse und der kontinuierliche Dialog mit den Mitarbeitern sorgen für eine nachhaltige Wirkung.

Mit Blick auf die Zukunft plant der Produktionsstandort in Hemer, SafeStart als festen Bestandteil seiner Sicherheitskultur zu integrieren. Künftige Initiativen werden sich auf die Risikowahrnehmung und die Entscheidungsfindung konzentrieren und den Weg zu einem noch sichereren Arbeitsplatz weiter vorantreiben.

„SafeStart ist keine Zauberei. Es hilft, leitet und fördert eine Organisation dabei, ein Sicherheitsbewusstsein auf allen Ebenen aufzubauen.“
Markus Ebner-Maibaum – Leiter Werk Hemer

Die Erfahrung von GROHE zeigt das transformative Potenzial von SafeStart bei der Berücksichtigung des Faktors Mensch, der Verbesserung der Sicherheitsergebnisse und der Schaffung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

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