Wie kann ich den Prozess messen?

Vor einigen Wochen wurde eine neue Artikelserie mit dem Titel Praxis Vs. Theorie gestartet, in der Sicherheitsspezialisten großer multinationaler Unternehmen ausgewählte Themen aus der Welt der industriellen Sicherheit diskutieren. Der erste Artikel der Serie ist sehr interessant, und wenn Sie ihn noch nicht gelesen haben, empfehle ich Ihnen, dies zu tun, indem Sie hier klicken. […]

Wie kann ich den Prozess messen?

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Vor einigen Wochen wurde eine neue Artikelserie mit dem Titel Praxis Vs. Theorie gestartet, in der Sicherheitsspezialisten großer multinationaler Unternehmen ausgewählte Themen aus der Welt der industriellen Sicherheit diskutieren.

Der erste Artikel der Serie ist sehr interessant, und wenn Sie ihn noch nicht gelesen haben, empfehle ich Ihnen, dies zu tun, indem Sie hier klicken. Das Hauptthema ist die Suche nach proaktiven Indikatoren, die funktionieren.

Das Thema hat meine Aufmerksamkeit erweckt und ich denke, es lohnt sich, es aus der Sicht von SafeStart ein wenig zu kommentieren, da wir häufig gefragt werden, wie der Prozess gemessen werden kann.

Der SafeStart-Implementierungsprozess und die Verankerung der Sicherheitskultur lassen sich am effektivsten mit Hilfe von proaktiven Indikatoren messen. Nach der Definition des Campbell-Instituts:

Proaktive Indikatoren sind – wie der Name sagt – proaktive, präventive und prädiktive Maßnahmen, die aktuelle Informationen über die tatsächliche Leistung, Aktivitäten und Prozesse eines EHS-Managementsystems überwachen und bereitstellen, um Gefahren in Arbeitsumgebungen, die zu Zwischenfällen und Verletzungen führen können, zu identifizieren und zu beseitigen oder zu kontrollieren.  

Transforming EHS Performance Measurement Through Leading Indicators, Campbell Institute.

Die aktive Nutzung verschiedener proaktiver Maßstäbe wird vorgeschlagen:

  1. risikoreiches Verhalten und Verluste antizipieren, verhindern oder beseitigen,
  2. die Leistung überwachen und bewerten,
  3. zu sicherem Verhalten, persönlichem Engagement und kontinuierlicher Verbesserung motivieren und
  4. die Ergebnisse der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern mitteilen.

Die Aktivitäten, die auf die Umsetzung der 5 langfristigen Erfolgsfaktoren abzielen, können zusammen mit allen Aktivitäten, die Teil des Managementsystems sind, zu proaktiven Indikatoren des Prozesses werden. (SG).

Die 5 langfristigen Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von SafeStart sind:

  1. Nachweisliche Beteiligung und Engagement auf allen Ebenen der Organisation (während und nach der Durchführung);
  2. Angemessene Bereitstellung von SafeStart Core Units (SCU) und SafeStart Critical Decision Units (CDU).
  3. Echtes Engagement des Unternehmens für Sicherheit rund um die Uhr und Einbeziehung der Familie in das Programm „Taking SafeStart Home“.
  4. Integration der SafeStart-Konzepte in das EHS-Managementsystem und das Sicherheitsschulungsprogramm.
  5. SafeStart ausschließlich positiv nutzen, um zu vermeiden, dass es nicht als disziplinarische Maßnahme wahrgenommen wird.

Es werden unter anderem die folgenden Kategorien von proaktiven Indikatoren (PIs) vorgeschlagen:

Zwischenmenschliche Kommunikation:

  • Sicherheitsgespräche durch Leiter und Vorgesetzte
  • Sicherheitsgespräche der Mitarbeiter
  • Beobachtungen und Ansätze mit positivem Feedback
  • Regelmäßige Sicherheitssitzungen

Mittel:

Zu den Mitteln, die für die Verbesserung und Verankerung der Kultur aufgewendet werden, können Unterkategorien wie Personal, Material, Methoden, Zeit und Finanzmittel gehören, die in die Umsetzungsbemühungen investiert wurden. Das Niveau dieses Investments an sich selbst kann bereits ein Schlüsselindikator für das Engagement der Unternehmensleitung zur Verbesserung der Sicherheitskultur sein.

Überwachung und Messung des Prozesses:

Umfragen zur Wahrnehmung der Sicherheitskultur können als Indikator für den Grad des Fortschritts, des Wandels und deren Verankerung nützlich sein. Sie liefern dem Arbeitgeber ein Feedback der Mitarbeiter zu den spezifischen Stärken und Schwächen der Sicherheitskultur des Unternehmens.

Zu sicheren Verhaltensweisen motivieren:

Es können u.a. Indikatoren definiert werden, die sich z.B. auf Aktivitäten beziehen, welche darauf abzielen, dass die Führung und Vorgesetze es vermeiden, bestimmte Zustände zu „provozieren“ oder auch verstärkt vorherrschende Gewohnheiten im Betrieb besser zu verstehen, sicherheitsbezogene Gewohnheiten zu verbessern oder einfach die Mitarbeiter zu befähigen, eine risikoreiche Tätigkeit zu beenden (insbesondere in Bezug auf das „Zustand-Fehler-Risiko Muster“).

Als integraler Bestandteil des kulturellen Verstärkungsprozesses mit Hilfe von SafeStart wird eine Orientierungssitzung für den Lenkungsausschuss (verantwortlich für die Implementierung und das Monitoring) angeboten, der das wichtigste Gremium des Projekts sein wird und der die vorgeschlagenen Aktionspläne umsetzen wird. In dieser Sitzung werden die verschiedenen Managementindikatoren, sowohl reaktive als auch proaktive, vorgestellt, die zur Bestimmung und Messung des Projektfortschritts nützlich sind. Etwa 45 Indikatoren werden mit ihrer jeweiligen Gewichtung und einem Dashboard versehen, so dass die Fortschritte dem Management und den Interessengruppen regelmäßig präsentiert werden können. Ergänzend dazu werden Checklisten zur Verfügung gestellt, um die Fortschritte jedes Semester zu überwachen.

Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass der SafeStart-Implementierungsprozess während der vorgeschlagenen vierjährigen Durchführung einen klaren Fahrplan hat, mit dem wir die immer wiederkehrende Frage an das Management eindeutig beantworten können: „Wie kann ich den Prozess messen?

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